Zuerst die wirklich schönen Neuigkeiten: Der Betrag an Spendengeldern, den ich für den Freundeskreis Afrika e. V. sammeln wollte, konnte ich dank Eurer lieben Unterstützung gestern vollständig auf dessen Spendenkonto überweisen! Ich freue mich total über die Unterstützung, die ich von allen Seiten erfahren habe – wenn ich sehe, wie viele Leute Anteil nehmen an meiner Reise und wie groß das Interesse daran ist, bin ich immer wieder beeindruckt.
Jetzt zu einem nervenzehrenden Teil der Vorbereitung. Wie sich viele wahrscheinlich schon denken, ist der Aufwand für die zu stellenden Anträge immens. Ich muss neben verschiedensten anderen Dokumenten eine Kreditkarte, das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis und ein Visum beantragen. Viel von dem „Papierkram“ wird ja heutzutage durch digitale Alternativen ersetzt – mit denen man auch so seine Abenteuer erleben kann.
Das Problem bei der Kreditkarte: Damit die Karte möglichst schnell nach meinem 18. Geburtstag verfügbar ist, muss ich die Karte als Minderjährige mit meinem Vater als gemeinsamen Kontoteilhaber beantragen. Meine Eltern als Vormunde mussten nicht nur ihre Heiratsurkunde und anderes vorzeigen, sondern auch eine sogenannte Online-Identifikation vornehmen. Das war tatsächlich sogar sehr lustig, denn um zu beweisen, dass sie kein „Bot“ ist, musste meine Mutter in einem Online-Videotelefonat nicht nur wild mit den Händen in der Luft rudern, sondern auch die Frage beantworten, woher eine Thermoskanne wisse, ob Sommer oder Winter sei, wenn im Winter Getränke warmgehalten und im Sommer gekühlt werden sollen.
Das Führungszeugnis konnte mit und ohne Legalisation (Eine Legalisation beweist im Ausland, dass das Zeugnis nicht gefälscht ist) beantragt werden – es war wirklich schwer herauszufinden, ob eine Solche benötigt wird. Für den Visumsantrag auf der ghanaischen Website hingegen braucht man tausende von Dokumenten und teilweise eine große Kreativität sowie eine Portion Glück, um herauszufinden, was in dieser teilweise doch eher sehr „freien“ Übersetzung gefordert ist.
Wer Lust hat, hier dazu ein kleines Ratespiel – diese Fragen musste ich zu meinem Reisepass ausfüllen: Was bedeutet „Zeigen ausgestellt“?

Ich habe einfach mal geraten und als zuständige Behörde „Muenster“ eingetragen – wenn ich irgendwann ein Feedback erhalte, sehe ich vielleicht, ob das richtig war!
Zusammenfassend kann ich sagen, dass zwar jetzt gerade alles ein wenig anstrengend ist, aber dafür werde ich umso glücklicher sein, wenn ich endlich alle Beantragungen bewältigt habe.