Das Klima in Ghana ist tropisch. Das bedeutet – nach kurzem Blick auf die Reiseempfehlungen des Auswärtigen Amtes: Es stehen viele Impfungen an. Und da die Impfstoffe in Deutschland normalerweise nicht benötigt werden, müssen meine Mutter und ich sie extra von meinem Arzt verordnen lassen und in der Apotheke bestellen. Die Impfstoffe sind teuer – letztes Mal haben wir zum Beispiel mehrere Dosen bestellt und über 400 € bezahlt – aber zum Glück erstatten Weltwärts etc. das meiste, wenn man die Rechnungen, Verschreibungen und allen anderen „Papierkram“ sammelt und dann eine Geldrückzahlung beantragt.

Hier eine Liste der Impfstoffe, die ich nach einem festgelegten Impfplan im Laufe des nächsten Dreivierteljahres verimpft bekomme. Einige werde in drei Etappen verimpft.

  • Meningokokken (ACWY)
  • Meningokokken (B)
  • Hepatitis A und B
  • Thyphus
  • Tollwut
  • Gelbfieber
  • Cholera
  • Diphterie, Keuchhusten, Polio

Zum Glück gibt es Kombiimpfstoffe, sodass ich mir ein paar Termine beim Arzt „spare“.

Gegen die Malaria-Krankheit, die in Tropen eine der größten Gefahren darstellt, gibt es keine Impfung. Man könnte jeden Tag prophylaktisch ein Medikament nehmen – dies hätte aber viele Nebenwirkungen, sodass mein Arzt davon abriet. Ganz nebenbei wären die Medikamente auch sehr teuer. Besser ist: sich mit Insektenschutzmitteln einzusprühen, helle Kleidung zu tragen und unter Moskitonetzen (ohne Löcher!) zu schlafen. Falls es dann doch zu Fieber kommt: dann sollte ich schnell ins nächstmögliche Krankenhaus gebracht werden.

Etwas gruselig ist auch das Thema Tollwut: Diese Krankheit kann nämlich in Ghana schon durch streunende Hunde übertragen werden. Mit meiner (3-fach!) Impfung bin ich leider nicht vollständig geschützt, sondern gewinne nur Reaktionszeit, wenn von irgendeinem Tier gebissen werde. Wenn ich nicht rechtzeitig im Krankenhaus lande, sterbe ich wahrscheinlich.

Eigentlich reagiere ich kaum auf Impfungen, aber nach der Thyphus-, Hepatitis A- und Meningokokken (ACWY)-Kombiimpfung tat mein Arm eine Woche lang weh. Naja, das war nervig, aber wenn das die schlimmste Nebenwirkung bleibt, dann bin ich erleichtern!

1 Kommentar zu „Impfungen“

  1. Auf jeden Fall Nähzeug mitnehmen. Moskitonetze bekommen schnell und leicht Löcher und Risse, die sich mit Nadel und Faden wieder moskito-sicher flicken lassen. Das mag mühselig erscheinen, aber mit ein bisschen Geduld lohnt der Aufwand angesichts des Risikos sicherlich.

    Es gibt auch mückenfeste Kleidung, durch die aufgrund ihrer Webart keine Stiche durchkommen. Diese nosilife Qualität ist sicherlich nicht preiswert, aber auch nicht unerschwinglich, wobei es auch hier Restposten zu runtergesetzten Preisen gibt. Die Investition ist angesichts des Risikos der Erkrankung und der Dauer Deines Aufenthalts vielleicht doch eine Überlegung wert. Insbesondere in den Abendstunden und zu Regenzeiten senkt es auch den Repellent-Verbrauch und schont Haut und Geldbeutel.
    Sprays zur Imprägnierung „normaler“ Kleidung taugen eher nur für eine Urlaubsdauer, weil sie mit der Wäsche rausgewaschen werden.

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