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Nachdem ich mich für den Einsatz in Ghana entschieden hatte, hatte ich die Möglichkeit, mit den Freiwilligen vor Ort – Safira und Lucie – zu telefonieren, die mir helfen sollten, mich für eine der beiden Einsatzstellen, die beide in der Stadt Kokrobite liegen, zu entscheiden.

Die beiden Mädchen erzählten mir alles, was speziell die Einsatzstellen in Ghana betrifft, aus einer persönlichen Perspektive – zusammengefasst mit den Informationen der Leute aus den vorherigen Videotelefonaten weiß ich jetzt Folgendes:

In Kokrobite wohnen die Freiwilligen in der Gastfamilie von Issah, dem Ansprechpartner vor Ort. Wenn es mehrere Freiwillige gibt, werden sie auf das Haus von Issah und das von seinen Verwandten direkt nebenan aufgeteilt. Zumeist wohnen auch noch ca. zwei Pflegekinder bei der Familie. Issahs Verwandte sollen sehr nett sein und die aktuellen Freiwilligen verbringen sehr viel Zeit mit den erwachsenen Söhnen des Nachbarhauses. Das Essen wurde sehr gelobt und Issah soll eine sehr fürsorgliche Person sein. Es gibt es zwei Einsatzstellen: Beides sind Privatschul-Komplexe. Safira und Lucie arbeiten dort als Hilfslehrerinnen, genau wie ich es tun werde. Das macht mich sehr glücklich, da ich zum einen sehr gerne mit Kindern Zeit verbringe und zum anderen Bildung als einen wirklich sinnvollen Teil von Entwicklungshilfe ansehe. Ich weiß, ich bin nicht besonders qualifiziert, aber ich denke, ich werde meine Aufgabe gut erfüllen und darauf kommt es an. Eine der beiden Freiwilligen war anfangs im Kindergarten eingesetzt und durfte dann ohne große Umstände innerhalb des Komplexes den Platz wechseln, als sie merkte, dass die Stelle nicht gut zu ihr passte – das finde ich beruhigend, auch wenn ich glaube, dass ich mich gut zurechtfinden werde.

Es gibt auch Freizeit, in der ich mehr von der Umgebung kennenlernen möchte. Außerhalb von Kokrobite haben Lucie und Safira zum Beispiel einen Ausflug zum größten Markt Südafrikas gemacht – das würde ich auch supergern machen, und falls es klappt, mache ich auf jeden Fall Fotos und stelle sie in den Blog 🙂

Eine Sache, von der ich froh bin, dass ich von vorneherein darüber informiert wurde, ist das Verhalten vieler Männer in Ghana. Lucie und Safira haben mir erzählt, dass sie sich relativ aufdringlich zeigen, also sie Frauen nicht nur ansprechen, sondern ihnen auch hinterherlaufen und einen Unwillen für Gespräche tendenziell ignorieren. Sie sagen, es ist aber nie gefährlich gewesen – mittlerweile haben sie sich daran gewöhnt und finden das Ganze nur noch nervig.

Insgesamt freue ich mich jetzt noch mehr auf alles und habe mich nach dem Gespräch entschieden, die von deutschen Patenschaften finanzierte Sunbeam-Schule als meine Stelle auszuwählen.

1 Kommentar zu „Ghana-Gespräche mit den Freiwilligen vor Ort / Was ich über meine Stelle weiß“

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